25. August 2013

Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben

© 20th Century Fox
Regie: John Moore
Land /Jahr: USA 2013












John McClane (Bruce Willis) reist nach Russland, um seinem Sohnemann (Jai Courtney) zu finden. Der ist aber nicht zu Urlaubszwecken in Moskau unterwegs, sondern mit einer Marke der CIA. Gemeinsam macht sich das Vater-Sohn-Duo daran, böse Russen zur Strecke zu bringen - und dabei noch die Welt zu retten.
Wow. Mehr kann man nicht sagen. Dieser Film ist nicht die Ausschlachtung eines Franchises. Er ist die Vergewaltigung und hinterlistige Ermordung eines solchen. Die Grundelemente eines "Stirb langsam"-Filmes sind: 1. John McClane hat einen gemeinen Humor und 2. John McClane steckt jede Menge Prügel ein.
Diese sehr simplen Gesetze nicht einmal ansatzweise umsetzen zu können, da bedarf es schon einen echten Filmhasser, wie "Regisseur" John Moore einer ist. Das Remake von "Das Omen" war schwach, "Max Payne" einer der miesesten Filme des Jahres 2008. Da hätte schon jemand einlenken müssen. Aber das dieses Monstrum noch einen, so richtig teuren Film machen durfte, ist absolut nicht nachvollziehbar. Der völlig talentfreie John Moore macht den Eindruck, als hätte er noch nie einen "Stirb langsam"-Film gesehen.
In "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Stebren" gibt es nahezu überhaupt keine Lacher. Die Action ist generisch, 6-Jährige haben da schon Tafferes gesehen. Er ist nicht nur schlecht, sondern auch stink-langweilig und dämlich. Actionfilme mit einem schwachen Drehbuch gehören ja mittlerweile zum Kino-Alltag. Aber ein Sequel einer so klassischen Reihe wie "Stirb langsam" so komikfrei und mit solche Kiddie-Action zu inszenieren, das ist schon sehr traurig.
Der Ire John Moore ist ein Gott darin, einen Film mit der Überheblichkeit eines US-Amerikaners zu inszenieren. Die McClanes sind zum Beispiel gegen Ende des Filmes plötzlich in Tschernobyl. Was hat das bitte mit Russland zu tun? Tschernobyl ist 977 Kilometer von Moskau entfernt. Aber in Amerika herrscht ein anti-europäischer Rassismus, der Europa in nur zwei Länder unterteilt: Ost-Europa und West-Europa. Die Existenz der Ukraine wird einfach frech negiert.
Die ersten drei "Stirb langsam"-Filme sind Actionfilm-Klassiker, Teil vier ist immerhin noch gute Unterhaltung. Was John Moore aber hier abliefert, das hat nichts mit Kino zu tun. Er will einen Jai Courtney als McClane-Ersatz etablieren und wirft dafür alles über Bord, was die Reihe so erfolgreich gemacht hat. Dieses Experiment ist noch wesentlich unsympathischer als der Versuch, Shia LaBeouf als neuer Indiana Jones zu etablieren.

Fazit: 15 %

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