16. Oktober 2013

After Earth

© Sony


Regie:M. Night Shyamalan
Land / Jahr: USA 2013












Ein Jahrtausend nach der Flucht der Menschen vom Planeten Erde. Kitai Raige (Jaden Smith) hat ein großes Vorbild: seinen Vater Cypher Raige (Will Smith). Cypher ist eine Militärlegende, ist er doch furchtlos und kann deswegen nicht von den angsteinflößenden Ursas gesehen werden. Auf einem gemeinsamen Weltraumtrip landen sie auf einem Planeten namens Erde. Ein menschenfeindlicher Ort, doch Kitai muss sich alleine durchschlagen und sich und seinen verletzten Vater retten.
M. Night Shyamalan hat schon ewig keinen guten Film mehr gemacht. Ewig. Die Legitimation trotzdem weiterhin Filme machen zu dürfen, hat ihm sein Meisterwerk „Sixth Sense“ eingebracht. Seitdem nutzt er diese „Erlaubnis“ schamlos aus und wirft Millionen über Millionen ins Feuer. So hat er sich entschieden diesmal für den Vater-Sohn-Science-Fictioner ein echtes Vater-Sohn-Gespann vor die Kamera zu stellen: Will Smith und dessen emotionslosen Sohn Jaden. Will spielt wenigstens noch erträglich, Jaden eher auf Seifenoperiveau und profitiert wieder einmal vom großen Namen seines Vaters. Nachdem Kitai aber seinen Vater verletzt zurücklassen muss und alleine in die weite Erdenwelt auszieht, heißt der Kampf: Schlechter Darsteller gegen computeranimierte Monster. Nicht gerade verlockend. Kleine Erschwernisse der Mission, wie die zur Neige gehenden Sauerstoffampullen und die rasanten Temperaturumschwünge halten den Zuschauer wenigstens ein bisschen bei Laune. Kein Totalausfall also. Natürlich läuft es am Ende auf einen Kampf gegen den entflohenen Ursa hinaus und natürlich werden viele Klischees bestätigt, aber: Es hat dieses Jahr schon viele schlimme und viel schlimmere Filme gegeben. Eine der miesesten Szenen des Jahres gibt es aber trotzdem in „After Earth“ zu sehen, wenn Kitai kurz vor dem Erfrierungstod zusammensackt und man sich fragt, wer ihn da wohl aus dem Bild zieht... Die dem Film von einigen Kritikern vorgeworfene Scientology-Propaganda ist übrigens an den Haaren herbeigezogen. Da wird mal wieder überinterpretiert. Dürftiger Sci-Fi-Actionfilm mit wenig positiven Ansätzen, aber bis auf Jaden Smith' „Schauspielkunst“ auch wenig richtig schlechten.

Fazit: 40 %

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