9. Dezember 2013

Hyde Park am Hudson

© TOBIS

Regie: Roger Michell
Land / Jahr: Großbritannien 2012












1939: US-Präsident Franklin D. Roosevelt (Bill Murray) erwartet das britische Königspaar in seinem Ferienhaus am Hudson, um das Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien zu verbessern. Gleichzeitig entwickelt sich eine romantische Beziehung zwischen dem Präsidenten und seiner Cousine Margaret "Daisy" Suckley (Laura Linney).
"Hyde Park am Hudson" hatte definitiv das Potenzial für ein richtig gutes Historiendrama, doch leider entschied sich Autor Richard Nelson dafür, den Fokus der Geschichte auf die Affäre des Präsidenten zu legen. Ein fataler Fehler! Die uninteressantesten Szenen sind all diese, die die Romanze zwischen Roosevelt und Cousine "Daisy" betreffen - und diese machen zwei Drittel des ganzen Filmes aus. Der Zuschauer dürstet während der kompletten Laufzeit hindurch danach, mehr von dem sich langsam entwickelnden Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien zu sehen. Schließlich geht es den Briten darum, die Amerikaner für den Krieg gegen Nazi-Deutschland zu gewinnen - eine überaus relevante Entscheidung in Hinblick auf das Weltgeschehen. Trotz der positiven Grundstimmung und vielen kleinen Szenen, die durchaus komödiantisches Potenzial haben und vielen tollen Performances ergeben sich kaum witzige Szenen, geschweige denn Höhepunkte. Selbst Bill Murrays superbe Darstellung Roosevelts kann sich nicht zur Genüge entfalten. Immer wieder zieht das irrelevante Liebesleben des US-Präsidenten die Handlung runter. Ein anderer Rahmen, als dieses Wochenende wäre für die Geschichte vielleicht passender gewesen. Somit gelingt es dem Drehbuchautor die Arbeit der gesamten restlichen Crew vor die Wand zu fahren. Wirklich traurig, was hier alles möglich gewesen wäre...

Fazit: 55%

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