16. März 2014

I, Frankenstein

© Splendid

Regie: Stuart Beattie
Land / Jahr: USA, Australien 2014












Frankensteins Monster aka Adam (Aaron Eckhart) hat die Jahrhunderte überlebt, obwohl ihm stets Dämonen auf den Fersen waren. Denn der Dämonen-Prinz Naberius (Bill Nighy) trachtet nach dem Geheimnis der Wiederbelebung von totem Fleisch, um mit einer Armee von Untoten die Menschheit zu versklaven.

Nicht klobig, sondern durchtrainiert
Zuallererst muss festgehalten werden: Frankenstein ist der Doktor, die Kreatur die er erschafft wird immer als "Frankensteins Monster" betitelt. Da der Film "I, Frankenstein" aus der Perspektive des Monsters erzählt wird, ist der Titel schlicht und ergreifend blödsinnig und falsch, da kann auch die Ausrede "Er war mein Vater" nichts umbiegen.
Ansonsten hat der Film aber auch nicht besonders viel mit der klassischen Horrorfabel gemein, sogar das Genre wird gewechselt: Die Geschichte ist jetzt eine Mischung aus Fantasy und Action. Aus dem klobigen, dummen und hässlichen Monster ist nun ein durchtrainierter Mann mit einer Menge Narben und kämpferischen Fähigkeiten geworden - Das Monster ist jetzt ein Actionheld. Schlimmer hätte es der fantastischen Figur nicht ergehen können, bis auf die Wiederbelebung hat Frankensteins Monster rein gar keine Attribute der tragischen Romanfigur.

Schwache Videospiel-Action
Seine Gegenspieler sind Männer mit Gummimasken, die sich in pixeliges Feuer auflösen, wenn sie sterben - auch Dämonen genannt. Was nach harten Kampfszenen mit Äxten, Schwertern und sonstigen mittelalterlichen Waffen aussieht ist, entpuppt sich als billige Kinder-Action. Sobald eine Waffe einen Gegner berührt löst sich dieser in schlecht animiertes Feuer auf. Zudem merkt man in jeder Kampfszene, dass mit der Kamera und dem Schnitt vertuscht werden sollte, dass Aaron Eckhart überhaupt keine Ahnung von Kampfsport hat. Die Rolle des Monsters hätte wirklich jeder x-beliebige Schauspieler spielen können.
"I, Frankenstein" bietet Videospiel-Action mit wirklich schwachen Spezial-Effekten, nicht völlig langweilig, aber überflüssig. Regisseur Stuart Beattie orientiert sich bei der Umsetzung an dem üblichen Handbuch für kitschige Fantasy-Action, sodass eigentlich schon nach Sekunden klar ist, wie der Film endet und was alles passieren wird. Die Gothic-Horror-Geschichte von Mary Shelley hält nur mit dem Namen hin. "I, Frankenstein" ist eine platte und generische CGI-Schlacht, bei der man sich stets fragt wann endlich der Bildschirm mit der Auswahl zwischen "Start", "Optionen" und "Laden" kommt.

Fazit: 35 %

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